| 7. November 2009 17:00 | bis | 31. Dezember 2009 12:00 |
kunstwerden lädt Sie gleich zu zwei parallel stattfindenden Ausstellungen “Einblick – Ausblick” von Alke Reeh in der Galerie Schütte und kunstwerden e. V. ein.
Alke Reeh schöpft aus einem Repertoire von Weltformen, die trotz unterschiedlicher medialer Gestaltung und Äußerung eine gemeinsame Sprache innehaben. Die Künstlerin spürt Universalität und Analogie von Mustern und Formen, die sich über religiöse und ethnische Grenzen hinwegsetzen auf, um sie auf sehr verschiedene Art und Weise und mit unterschiedlichsten Materialien in ihre Kunst zu integrieren und mitunter sinnfällig werden zu lassen. Auf einmal stellt der Betrachter fest, dass sich ein Spitzendeckchen geradezu mühelos anstelle einer Ansicht in die Kuppelhöhle einer Moschee einfügen lässt und optisch dort assimiliert. Oder eine glatte Porzellantasse kann umgestülpt nicht minder glaubhaft auch die Kuppel eines hinduistischen Tempels ausfüllen.
Wie die Künstlerin selbst äußert, ist ihr die Verschiebung von Blickwinkel wichtig. So werden vertraute Formen, weil sie eben so unaufgeregt vertraut sind, in einen anderen Zusammenhang gebracht, der sie gleichsam neu entstehen lässt. Kulturzusammenhänge spielen dann keine Rolle mehr, denn die Welt der Formen ist letztlich autonom und lässt sich mit Gewalt nicht einnehmen.
Alke Reeh studierte Metallgestaltung an der Fachhochschule Hildesheim bei Prof. Bünck und Jan Prütz. Nachdem sie das Studium mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, studierte Reeh Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Rinke. Schon immer war das Reisen substanzieller Bestandteil ihrer Arbeit. So erhielt sie in den 90ern das Eurocreation Stipendium und damit verbunden einen sechsmonatigen Aufenthalt in Niort (Frankreich). Es folgte ein DAAD-Stipendium für einen einjährigen Aufenthalt in San Miguel de Allende (Mexiko). Alke Reeh hat zahlreiche Einzelausstellungen veranstaltet und an diversen Gruppenausstellungen teilgenommen. Im Rahmen des Artist in Residence Programms der Kunststiftung NRW lebte sie bis Ende September 2009 als Stipendiatin in Mumbai.
Die beiden Ausstellungsorte sind mit dem Auto geradeaus 4,6 km von einander entfernt. Mit der Bahn von S-Bahnhof Kettwig eine Station bis S-Bahnhof Werden.
Veranstaltungsort: kunstwerden e.V., Tor II
Tags: Kunst und Kultur, Termine by kunstwerden
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